Das MacBook Pro 2019 und meine Erfahrung mit den Amazon Warehouse Deals

Zu den Amazon Warehouse Deals kam ich wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde. Leser meines Blogs wissen das ich schon lange auf der Suche nach einer mobilen Blogging Plattform bin. Da mein iPad zum “echten” arbeiten absolut untauglich ist und mein MacBook Pro aus dem Jahre 2009, so gut dieser auch immer noch funktionieren mag, etwas zu klobig für das abendlich AufdemSchoßBloggen ist, bin ich immer noch auf Suche nach dem perfekten Gerät.

Bei meinem abendlichen Kleinanzeigenstudium stieß ich auf einen äußerst günstigen und für meine Fälle mehr als tauglichen 2012er MacBook Air. Kurz bevor alles in trockenen Tüchern zu sein schien, erblickte ich einen 2014er MacBook mit Retina Display. Also die paar Euros mehr werden wohl noch drin sein und ich würde mir so sogar das akklimatisieren meiner Augen ersparen. Vielleicht sollte ich mich aber noch ein wenig umschauen und vor allem vorher noch ein paar Tests lesen.

Gesagt getan und bevor ich wieder klar denken konnte, erblickte ich auf meinem Monitor einen der neuen MacBook Airs. Naja, warum nicht? Das einzige was jetzt noch fehlt ist eine Bevollmächtigung Seitens der angetrauten Staatsmacht. Nach einigen Diskussionen über Sinn und Unsinn eines solchen “Zweitmacs”, bekam ich unter immensen Auflagen und etlichen Rahmenbedingungen letztendlich doch die Erlaubnis mir einen der knapp 1000€ teuren MacBook Airs zu kaufen.

Der Erstkontakt

Überglücklich den Deal mit meiner Vermählten unter Dach und Fach gebracht zu haben, stürzte ich mich gleich auf die Amazon Webseite und gab wiederholt das magische Wort “MacBook Air” in die Suchmaske ein. Da Speicherplatz für meine Bedürfnisse eine marginale Rolle spielt, soll ja “nur” ein Zweitgerät werden, wählte ich das kleinste luftige Apple Modell aus.

Aber was muss ich da sehen! 1 bis 3 Monate Lieferzeit! Nur das besch… goldene ist lieferbar. Oh mein Gott! All meine Mühen umsonst und jetzt drei Monate warten? Niemals! Während meiner vorangegangenen Recherchen stieß ich auf ein Video von “Technikfaultier” und da kam das neue Air nicht wirklich gut weg, dafür wurde aber dem bedeutend teureren MacBook Pro ein Lorbeerkranz geflochten. Bei Apple kostet das günstigste Pro in Space Grau immense 1500€, also knapp 500 Geldeinheiten mehr als das Air. Bei Amazon kostet es immer noch 1400€, hat aber die zusätzliche Auswahl “Neu und gebraucht“.

Angebot
neues Apple MacBook Pro (13", 8GB RAM, 128GB Speicherplatz) - Space Grau
  • Quad‑core Intel core i5 Prozessor der 8. Generation
  • Brillantes Retina Display mit true tone Technologie
  • Touch bar und touch id
  • Intel Iris Plus Graphics
  • Ultraschneller SSD

Hier angekommen starteten die Preise bei etwas mehr als 1100€”. Also wenn, dann konnte ich es nur dort versuchen. Ich wusste das nach meinen schweren Verhandlungen über “nur” 1000€ ein erweiterter Antrag von 1400€ nicht nur abgelehnt, sondern einen Konflikt mit unvorhersehbaren Ausgang provozieren würde.

Das MacBook Pro welches in meinem Finanzplan passen würde, wurde über “Amazon Warehouse Deal” verkauft und hatte den zusätzlichen Vermerk:

Gebraucht – Sehr gut – USB-/FireWire-Kabel fehlt. Der Artikel befindet sich in der Originalverpackung, diese ist aber beschädigt.

So so, gebraucht – Sehr gut, was soll das wieder heißen und was genau sind eigentlich diese “Amazon Warehouse Deals“?

Die Amazon Warehouse Deals

Also machte ich mich auf die Suche nach Informationen und fand diese auch relativ schnell. Bei den Amazon Warehouse Deals handelt es sich in erster Linie um Retouren, also Produkte die an Amazon zurückgeschickt wurden. Diese werden geprüft und mit allen Vorteilen von Amazon.de (Kundenservice, Retourenrecht und dem kostenlosen Amazon Prime-Premiumversand) wieder versucht an den zahlenden Kunden loszuwerden.

Der Zustand des Artikels wird dann in vier Klassifikation aufgeteilt und mit einem kurzen Text versehen. Auf der Amazon Hilfe Seite kann man nachlesen was die einzelnen Aufschlüsselungen bedeuten:

  • Gebraucht – Wie neu oder Verpackung geöffnet:
    Ein Artikel in einwandfreiem Zustand. Die Originalumverpackung kann fehlen, aber die Originalverpackung ist intakt und in gutem Zustand, möglicherweise mit geringfügigen Beschädigungen. Die Anleitung ist vorhanden.
  • Gebraucht – Sehr gut:
    Ein gut gepflegter Artikel, der kurzzeitig genutzt wurde und in gutem Zustand ist. Der Artikel kann einige begrenzte Gebrauchsspuren mit kleinen Kratzern oder kosmetischen Fehlern aufweisen. Der Artikel kann mit beschädigter Verpackung ankommen oder neu verpackt sein. Möglicherweise fehlen einige Zubehörteile. Fehlendes Zubehör ist für jeden Artikel klar angegeben.
  • Gebraucht – Gut:
    Der Artikel weist Gebrauchsspuren auf, ist jedoch noch in gutem Zustand und funktioniert ordnungsgemäß. Der Artikel kann mit beschädigter Verpackung ankommen oder ist möglicherweise neu verpackt. Er ist möglicherweise markiert, gekennzeichnet oder weist kleinere Schönheitsfehler auf. Möglicherweise fehlen einige Teile/Zubehörteile wie Schrauben (im Fall von Möbeln) oder eine Anleitung.
  • Gebraucht – Akzeptabel:
    Der Artikel ist ziemlich abgenutzt, funktioniert aber weiterhin ordnungsgemäß. Der Artikel kann mit beschädigter Verpackung ankommen oder ist möglicherweise neu verpackt. Gebrauchsspuren können optische Fehler wie Kratzer, Dellen und abgenutzte Ecken umfassen. Der Artikel kann Kennzeichnungen oder andere Gebrauchsspuren aufweisen. Möglicherweise fehlen einige Teile/Zubehörteile wie Schrauben (im Fall von Möbeln) oder eine Maus oder ein USB-Kabel (im Fall eines Laptops).

Ok, die Aufschlüsselung verrät mir das dass Objekt der Begierde nur kurzeitig genutzt wurde und im “guten” Zustand sei. Außerdem fehle das “USB-/FireWire-Kabel”, was ja zu verschmerzen wäre und günstig nachgekauft werden könne.

Als ich mich zum Vergleich durch andere Warehouse Deals hangelte, fiel mir auf das Schönheitsfehler wie etwaige Kratzer, Dellen und derlei Dinge immer mit angegeben wurden. Selbst wenn diese nur wenige Millimeter groß waren.

Bei meinem Artikel fehlten solche Anhaben komplett. Das ließ mich auf der einer Seite natürlich hoffen ein annähernd unversehrtes Produkt zu erhalten, aber auf der anderen Seite aber bangen, dass die Angaben vielleicht unvollständig seien.

Dennoch habe ich es probiert und das MacBook Pro bestellt. Bei nicht gefallen kann ich es ja innerhalb von vierzehn Tagen zurückschicken. Außerdem hat mich “Kay Carsten Olhoeft” von Technikfaultier geradezu genötigt mir einen Pro zu kaufen.

Der Tag der Ankunft

Zwei Tage habe ich warten müssen und dann klingelte der DHL-Mann an meiner Tür und drückte mir ein kleines Päckchen in die Hand. In diesem Paket befand sich natürlich die kleine MacBook Pro Schachtel, welche sich wie zu erwarten in einem recht gebeutelten Zustand befand (Foto).

Na gut, das war klar und wurde von Amazon auch so proklamiert. Also mal schnell die OVP öffnen und hineinschauen. Wie angeführt fehlte das USB-/FireWire-Kabel in Form eines USB-C-Ladekabels. Dieses habe ich mir aber intelligenter Weise gleich mit bestellt.

Ansonsten befand sich natürlich das MacBook Pro 13″ und das Apple original Ladegerät in der Schachtel. Beim genauerem betrachten beider Produkte musste ich feststellen, dass ich nichts feststellen konnte.

Keine Dellen, keine Abnutzungen und nicht der geringste Kratzer! Selbst auf der sehr empfindlichen Unterseite konnte man keine Abnutzung erkennen und Kenner wissen wie empfindlich der Unterboden des MacBooks ist.

Würde ich es nicht besser wissen, würde ich behaupten die Maschine sei neu. Ein Blick in die Systeminformationen zeigte mir eine “2” bei der Anzahl der Ladezyklen. Das Ding konnte also nicht oft benutzt worden sein. Ich war natürlich super erleichtert und konnte den ganzen Abend nichts anderes tun als meinen (neuen) MacBook Pro einzurichten und diesen Artikel zu schreiben.

Fazit

Ein allübergreifendes Fazit für einen “Deal” zu geben, das ich bisher nur einmal genutzt habe, ist echt schwer. Dieses eine mal habe ich ein super Schnäppchen machen können und ein absolut neuwertiges MacBook Pro für den Preis eines MacBook Airs bekommen. Recherchiert man im Internet über Amazons Wahrheitsgehalt des Produktzustands, findet man eigentlich nur positive Kommentare. Ich für meinen Teil werde in Zukunft immer mal ein Auge auf die Warehouse Deals werfen und hoffen das ich so das ein oder andere Sonderangebot ergattern kann.

Hier gelangt ihr zu den Amazon Warehouse Deals.

3 Gedanken zu „Das MacBook Pro 2019 und meine Erfahrung mit den Amazon Warehouse Deals“

    • Hallo Tim Wolf,
      Vielen Dank für deinen Kommentar, dass hört man natürlich gerne. Ich für meinen Teil war sehr positiv überrascht von der “Gebrauchtwaren Abteilung” bei Amazon.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dimi

      Antworten

Schreibe einen Kommentar